Magerquarksocke

Suche nach dem Heiligen Tastaturengral

Momentan nutze ich noch immer eine Roccat Ryos MK Pro mit Cherry MX Brown-Schaltern – wenn auch ein Austauschmodell, nachdem bei meiner ersten nach einiger Zeit der Schalter der ü-Taste und die LEDs zwei anderer Tasten ausfielen. Ich sehe mich nun jedoch schon seit Längerem nach einer neuen Tastatur um. An sich gefällt mir die Ryos ja weiterhin, nur sind der Reihe nach einige weitere LEDs ausgefallen. Alleine auf dem Hauptblock zähle ich nunmehr 17 Tasten, die nur noch sehr schwach oder gar nicht mehr leuchten. Für eine Tastatur, deren Hauptmerkmal die Einzeltastenbeleuchtung ist, stellt das natürlich einen nicht zu verachtenden Mangel dar. Nochmaliges Austauschen habe ich mir gespart, da die Tastatur ansonsten weiterhin gut funktioniert und, Bewertungen und Forenkommentaren zufolge, Beleuchtungsausfälle ein weiterhin übliches Problem sind.
Die Suche nach einer neuen Tastatur steht der nach dem heiligen Gral allerdings nicht weit nach. Vielleicht sind meine Ansprüche zu hoch und/oder zu pingelig, aber gescheite mechanische Tastaturen liegen in Preisklassen jenseits der 150 € – da muss das Gesamtpaket schon stimmen.

Kriterien

Mechanische Schalter

Das wichtigste Kriterium für eine neue Tastatur sind mechanische Schalter vom Typ Cherry MX Brown. Ich möchte nicht mehr zurück zu normalen Gummimatten. MX Red und Black sind raus, weil mir dort die taktile Rückmeldung fehlt, und MX Blue sind mir wegen ihres Klickens zu laut. Die Orange-Schalter von Razer scheinen deren eigenes Pendant zu MX Brown zu sein, und kämen damit ebenfalls noch in Frage.

Beleuchtung

Ich hatte Beleuchtung im Allgemeinen und Einzeltastenbeleuchtung im Besonderen früher als Spielerei abgetan. Dass beleuchtete Tasten hingegen sehr praktisch sind, stellt man sehr schnell fest. Und auch einzeln zu beleuchtende Tasten haben mehr Nutzen als gedacht, kann man sich so doch Tastenkombinationen (bspw. STRG+C, +X, +V oder ALT GR+E) ebenso hervorheben lassen wie die Bedientasten für verschiedene Spiele. Wahrscheinlich ist es mit diesem Feature genauso wie mit einem Schiebedach im Auto – man vermisst es nicht, wenn man es nicht kennt, aber hatte man es einmal, möchte man nicht mehr darauf verzichten.
Die Farbe ist ebenfalls nicht uninteressant. Die Ryos ist blau, und das sollte eine etwaige neue Tastatur ebenfalls sein. Alles andere, was auf meinem Schreibtisch so leuchtet, ist ebenfalls blau, da sähen andere Farben deplatziert aus. Weiß wäre als neutraler Kompromiss noch möglich, oder eben RGB, dass sich entsprechend einstellen lässt. Eine ausschließlich rote oder – Gott bewahre! – grüne Beleuchtung ist hingegen völlig außen vor.

Medien- oder Makrotasten

Wenn ich am PC sitze und nicht gerade etwas spiele, läuft fast immer Musik oder ein Video im Hintergrund. Hier möchte ich mit einem Tastendruck pausieren, weiterspielen und spulen können, wofür eigene Tasten unabdingbar sind. Viele Tastaturen, die ansonsten in Frage kämen, haben nur doppelt belegte F-Tasten. Diese Krücke geht mir schon am Type Cover des Surface auf die Nerven, wo ich es viel seltener benötige und es wegen des begrenzten Platzes auch nicht anders möglich ist. Medientasten haben eigenständig zu existieren, und wenn nicht, dann müssen es, wie bei der Ryos, zumindest Makrotasten sein, die man entsprechend belegen kann – da Ergebnis ist ja das gleiche. Doppelbelegungen sind schlichtweg Mist.
Dabei würde eine Handvoll Makrotasten an der Seite völlig reichen. Die drei Daumentasten, die es an der Ryos noch zusätzlich gibt, habe ich nie genutzt. Ich weiß gar nicht, welche Funktion auf denen liegt – wenn überhaupt.

Nummernblock

Das mag wie eine überflüssige Anmerkung erscheinen, aber es gibt tatsächlich eine Menge Tastaturen ohne Nummernblock. Das ist nichts für mich – gerade längere Zahlenkolonnen (hallo IBAN!) kann ich auf einem Nummernblock blind und viel schneller eintippen, wohingegen ich auf der Zahlenreihe hinsehen und viel zu lange Wege hin und her wandern muss.

Handballenauflage

Ein Muss. Mechanische Tastaturen sind konzeptionell bedingt höher als Gummimatten, was ohne Handballenauflage in einer ergonomischen Katastrophe endet. Sie muss nicht fester Bestandteil sein wie jetzt bei der Ryos, aber sie muss vorhanden sein.

Design

Wir kommen nun zu dem Kriterium, das auf einen Schlag die meisten Tastaturen aussortiert. Mechanische Tastaturen finden sich am häufigsten im Gaming-Segment, und offenbar sind viele Hersteller der Meinung, Gaming-Tastaturen würden sich vor allem dadurch auszeichnen, möglichst scheiße auszusehen. (Da! Ich habe in diesem Blog zum ersten Mal einen Kraftausdruck verwendet!) Ich kann mit diesem übertrieben futuristischen, „abgespacten“ Design nichts anfangen. Die Ryos hat einige Diagonalen und Elemente, die mal zwei, drei Millimeter herausragen, und das ist schon das äußerste, was ich noch auf meinem Schreibtisch stehen haben möchte.
Insbesondere farblich oder materiell hervorgehobene Tasten (meist WASD und die Leertaste) sind Unfug. Erstens greife ich nicht so oft um und sehe noch weniger auf die Tastatur, als dass das einen Nutzen hätte, zweitens kann ich sie schon über die Beleuchtung hervorheben. Verschont mich also mit Highlights und gebt mir eine geradlinige, schlichte Tastatur.

Die Auswahl

Was haben die diversen Anbieter denn nun so alles an mechanischen Tastatur feilzubieten?
Anmerkung vorab: Ich habe hier nur Produkte aufgeführt, die schon ungefähr meinen Kriterien entsprechen. Modelle mit deutlichen Abweichungen, etwa komplett fehlender Beleuchtung, habe ich schon gar nicht mehr beachtet.

Logitech G810 Orion Spectrum

Produktseite: http://gaming.logitech.com/de-de/product/g810-orion-spectrum-rgb-gaming-keyboard

Mechanische Schalter: „Romer-G“, eine Eigenanfertigung von Logitech. Natürlich schweigt sich der Hersteller darüber aus, ob die taktil und klickend sind oder nicht. Das sind ja auch völlig irrelevante Angaben für eine mechanische Tastatur. Testberichten zufolge sollen sie mit MX Browns vergleichbar sein. Müsste man sich im Laden ansehen und ausprobieren.

Beleuchtung: RGB-Einzeltastenbeleuchtung. Aus der Beschreibung kann ich nicht erkennen, ob die Beleuchtung auf Modifikator-Tasten (etwa STRG) reagieren kann, um dann nur entsprechend konfigurierte Tasten zu beleuchten.

Medien- oder Makrotasten: Makrotasten sind keine vorhanden, aber es gibt Medientasten und eine Rolle für die Lautstärke über dem Nummernblock.

Handballenauflage: Weder integriert noch abnehmbar. Anscheinend auch nicht als Zubehör.

Design: An sich sehr schön. Schlicht, geradlinig. Aber wer hat sich diese runden Sondertasten ausgedacht? Die wirken völlig deplatziert, ebenso wie die Lautstärke-Rolle. Und das übergroße G sieht ebenfalls aus wie vergessen und nachträglich irgendwo hingeflanscht.

Fazit: Eher nicht. Keine Handballenauflage und der letzte Feinschliff beim Design fehlt ebenfalls.

Logitech G910

Produktseite: http://gaming.logitech.com/de-de/product/g910-orion-spectrum-rgb-gaming-keyboard

Mechanische Schalter: Die gleichen Romer-G wie bei der G810. Wie gesagt, müsste man ausprobieren.

Beleuchtung: Auch hier identisch mit der G810.

Medien- oder Makrotasten: Medientasten und eine Rolle wie bei der G810. Hinzu kommen neun Makrotasten (fünf neben dem Hauptblock, vier über den ersten F-Tasten) sowie vier Tasten, von denen ich vermute, dass sie zum Profilwechsel gedacht sind.

Handballenauflage: Fest integriert.

Design: Scheußlich. Merkwürdige Bügel links und rechts, die links unten ein Stück der Handballenauflage ersetzen. Die Auflage selbst ist optisch unterteilt und konturiert und besitzt ein eingelassenes G910-Logo, das wie ein völliger Fremdkörper wirkt. Was aber noch viel schlimmer ist, sind diese ebenso sinnlosen wie abgrundtief hässlichen Grafiken auf den WASD-, Pfeil- und Makrotasten, die zur optischen Hervorhebung dienen sollen. Wofür braucht man das? Warum können die nicht einfach nur beschriftet sein?

Fazit: Diese Tastatur hätte es werden können. Sie besitzt alle Ausstattungsmerkmale, die ich mir wünsche, und wenn die Schalter tatsächlich den MX Brown ähneln, wäre das perfekt. Gleichzeitig demonstriert die G910 auf unnachahmliche Weise, was ich an Gaming-Tastaturen so fürchterlich finde: dass sie auf Teufel komm raus irgendwie nach „Gaming“ aussehen müssen; was auch immer das heißen soll. Wird definitiv nicht gekauft.

Razer Blackwidow Chroma Stealth

Produktseite: http://www.razerzone.com/de-de/gaming-keyboards-keypads/razer-blackwidow-chroma-stealth

Mechanische Schalter: Entweder Razer Green oder Orange, wobei die Green taktil und klickend (wie MX Blue) und die Orange nur taktil (wie MX Brown) sein sollen. Ich würde also die Orange nehmen.

Beleuchtung: RGB-Einzeltastenbeleuchtung.

Medien- oder Makrotasten: Medientasten nur als Doppelbelegung über F5-F7, aber fünf Makrotasten neben dem Hauptblock.

Handballenauflage: Keine, auch nicht als Zubehör.

Design: So muss das sein. Geradlinig, schlicht, ohne überflüssige Markierungen oder sonstigen Unfug. Das einzige, was heraussticht, ist das abgesetzte Razer-Logo unten mittig in der Handballenauflage, aber das stört nicht.

Fazit: Bis auf die fehlende Handballenauflage perfekt. So stelle ich mir eine Tastatur vor. Dummerweise gibt es sie nicht mit deutschem QWERTZ-Layout. Außerdem benötigt der Treiber eine Registrierung. Warum das denn bitte, Razer? So eine schöne Tastatur, und dann zwei derartige Dummheiten? Tja, schade.

Cooler Master CMStorm Trigger-Z

Produktseite: http://eu.coolermaster.com/de/peripherals/keyboards/trigger-z/

Mechanische Schalter: MX Brown oder MX Red.

Beleuchtung: Weiß, und nur über alle Tasten.

Medien- oder Makrotasten: Medien nur über F-Tasten, aber fünf Makrotasten neben dem Hauptblock.

Handballenauflage: Abnehmbar, scheinbar manchmal (je nach Händler?) nur als Zubehör.

Design: Fast perfekt, wenn nur diese unnötigen Noppen oben mittig und die merkwürdige Einkerbung der Handballenauflage auf Höhe der Pfeiltasten nicht wären.

Fazit: Macht einen guten Eindruck, aber die Beleuchtung gefällt mir nicht. Ich finde weiß schon einen Kompromiss, und dann auch nicht als Einzeltastensteuerung…

Corsair K70 LUX

Produktseite: http://www.corsair.com/de-de/k70-lux-rgb-mechanical-gaming-keyboard-cherry-mx-brown-de

Mechanische Tasten: MX Speed, Blue, Red, Brown.

Beleuchtung: RGB-Einzeltastenbeleuchtung.

Medien- oder Makrotasten: Keine Makrotasten, aber dedizierte Medientasten über dem Nummernblock incl. Rolle für die Lautstärke.

Handballenauflage: Abnehmbar.

Design: An sich sehr schlicht und reduziert. Allerdings ist der Rahmen nicht so hoch zu wie bei anderen Tastaturen, was den Tasten einen gewissen schwebenden Eindruck gibt. Gefällt mir nicht ganz so gut. Außerdem scheint die Leertaste immer materiell abgesetzt zu sein. Davon ab eine der gefälligsten Tastaturen.

Fazit: Mein zweiter Platz nach der Chroma Stealth von Razer, die ja aus genannten Gründen ausfällt. Allerdings habe ich des Öfteren von Chattering-Problemen gelesen, also Tasten, die zwar nur einmal gedrückt wurrden, abber doppeltt auslösen sollen (Effekt nachgestellt). Das wäre für eine Tastatur natürlich eher ungünstig, zumal wenn sie als Ersatz für eine nicht mehr vollwertig funktionierende fungieren soll.

G.Skill Ripjaws KM780R

Produktseite: http://gskill.com/en/product/ripjaws-km780r-rgb---mechanical-gaming-keyboard--cherry-mx-brown-

Mechanische Schalter: MX Brown, Red, Blue.

Beleuchtung: Wahlweise nur rot oder RGB, jeweils mit Einzeltastenbeleuchtung.

Medien- oder Makrotasten: Sowohl als auch, wie die Logitechs mit Rolle für die Lautstärke. Außerdem weitere Tasten, die für die Profilauswahl gedacht sind und solche, die weitere Tastaturfunktionen ansteuern können. Eine Makrotaste befindet sich noch links neben ESC, was ich für fragwürdig halte – ich bin daran gewöhnt, ESC zu betätigen, indem ich einfach ohne zu gucken die Taste ganz links oben drücke.
Hinzu kommt eine LED-Leiste zur Anzeige der Lautstärke.

Handballenauflage: Abnehmbar.

Design: Auf den ersten Blick sieht die G.Skill nicht viel anders aus als die Roccat Ryos. Dann aber bemerkt man die unnötige Einkerbung in der Handballenauflage, die wahllos platzierten Applikationen rundherum und diese Stange, die an den Seiten und oberhalb der Tastatur verläuft. Außerdem gibt es vier offene Schrauben Vermutlich soll das irgendwie markant und technisch aussehen, aber eine Tastatur ist nichts, was diese Werte benötigt.

Fazit: Ich könnte hier meinen Text über die Logitech G910 hineinkopieren. Gut, die G.Skill ist nicht ganz so schlimm, aber zweithässlichste Tastatur ist immer noch kein Ehrentitel. Schade, denn die Ausstattung passt.

Steelseries Apex M800

Produktseite: https://de.steelseries.com/gaming-keyboards/apex-m800

Mechanische Schalter: Eine Eigenentwicklung namens GS1, über deren Eigenschaften Steelseries, wie schon Logitech, kein Wort verliert. Kurze Recherchen im Internet ergaben ein Tippgefühl, dass den MX Red ähneln soll, also weder klickend noch taktil. Gefällt mir schon einmal nicht.

Beleuchtung: RGB-Einzeltastenbeleuchtung.

Medien- oder Makrotasten: Medien nur über doppelt belegte F-Tasten, aber 6 Makrotasten. Auch hier liegt eine davon links neben ESC.

Handballenauflage: Keine, allerdings ist eine einfache zum Davorlegen als Zubehör erhältlich.

Design: Fast perfekt. Fast. Wenn da nicht diese Leertaste in doppelter Höhe wäre, die bis an den unteren Rand der Tastatur ragt.

Fazit: Ich bin sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite gefällt sie mir ganz gut, auf der anderen Seite kann ich nicht über diese Leertaste hinwegsehen. Und dass es nur eine allgemeine Handballenauflage statt einer, die speziell für die Tastatur gemacht wurde, gibt, schmälert den Gesamteindruck ebenfalls.

Das Keyboard Division Zero X40

Produktseite: http://www.divisionzerogaming.com/x40/

Mechanische Schalter: Eigenentwicklung, entweder linear oder taktil. Ich bin bei den taktilen anhand der Beschreibung und Geräuschprobe nicht schlau geworden, ob sie auch klickend sind, meine aber ja. Wäre nicht schön.

Beleuchtung: Nur rot, nur über die gesamte Tastatur.

Medien- und Makrotasten: Medien nur über doppelt belegte F-Tasten, aber fünf Makrotasten.

Handballenauflage: Keine, auch nicht als Zubehör.

Design: Von der Form her bis auf zwei kleinere, unnötige Einkerbungen an der Ober- und Unterseite sehr schön geradlinig. Allerdings gibt es insgesamt acht offene Schrauben, und die Oberfläche ist bemalt. Diese Bemalung lässt sich über als Zubehör erhältliche Panels zwar tauschen, allerdings bieten diese alle ein Design, das ganz entfernt an Militär-Tarnmuster erinnert – bloß in Farben, die jeden Tarnanspruch frontal torpedieren. Warum niemand an ein schlicht schwarzes Panel gedacht hat, bleibt offen.

Fazit: Keine blaue Einzeltastenbeleuchtung, keine Handballenauflage, und bei der Bemalung nur die Wahl zwischen verschiedenen Farben. Das ist vor allem deshalb besonders schade, weil Das Keyboard in seinem normalen (lies nicht-Gaming) Sortiment die optisch ansprechendsten Tastaturen baut, die ich kenne: schlicht, schnörkellos, und nur eine zusätzliche Lippe in der rechten oberen Ecke bzw. noch ein farblich abgesetzter Drehregler, die aber beide gut integriert wirken. Dummerweise fehlen diesen Tastaturen entweder Hintergrundbeleuchtung (4 Professional) oder Medien- und Makrotasten (Prime 13). Meine Hoffnung ruhte daher auf der Gaming-Sparte Division Zero – und wurde enttäuscht.

Cherry MX Board 9.0

Produktseite: https://www.cherry.de/cid/Mechanische_Tastaturen_CHERRY_MX_Board_90.htm

Mechanische Schalter: MX Blue, Brown oder Red.

Beleuchtung: RGB. Ich habe keinen Hinweis darauf gefunden, ob sich Tasten gezielt einzeln ansteuern lassen.

Medien- und Makrotasten: eigene Medientasten über dem Nummernblock, Drehregler für die Lautstärke, 15 Makrotasten.

Handballenauflage: Fest integriert, recht klein.

Design: Sieht sehr unförmig und kopflastig aus. Links und rechts zwei unnötige Lippen, die nicht einmal gleich lang sind. 12 der Makrotasten sitzen oberhalb der F-Tasten, sind aber nicht im gleichen Abstand angeordnet. Der Drehregler sieht wie nachträglich aufgesetzt aus.

Fazit: Eigentlich erübrigt sich jedes Fazit, weil ich mit leichter Verspätung gesehen habe, dass es das MX Board 9.0 (momentan?) nur in Asien gibt. Davon abgesehen ist das Design dieser Tastatur ebenfalls eher unglücklich geraten.

Gesamtfazit

Eine Frage hat sich mir während dieser Recherche immer wieder gestellt: Warum sind die Hersteller beinahe geschlossen der Ansicht, das Nutzer, die viele Funktionen möchten/benötigen, gleichzeitig ein in welcher Hinsicht auch immer außergewöhnliches Design wünschen? Warum gibt es, mit der rühmlichen Ausnahme Razers, keine mechanische Tastatur, die vollwertig ausgestattet ist und zurückhaltend schlicht designt wurde? Es waren ja nun einige Exemplare dabei, die sehr ansprechend waren, aber scheußlich aussehen.
Wie schade ist es da, dass Razer diese rundherum ideale Tastatur dadurch kaputtmachen musste, dass sie erstens kein deutsches Layout anbieten und zweitens den Treiber hinter einer Registrierung verstecken. Ich habe schon die GeForce Experience von der Platte geschmissen, als Nvidia der Meinung war, diese vorher problemlos funktionierende Software auf einmal mit einer Zwangsanmeldung zu verdongeln.
Das lässt mich nun doch etwas ratlos zurück. Keine der übrigen Tastaturen gefällt mir so sehr, dass ich sie guten Gewissens kaufen würde. Am ehesten gefällt mir noch die Corsair K70 LUX, aber die Berichte über Chattering schrecken dann schon ab. Ich schätze daher, ich werde noch eine Weile meiner Ryos dabei zusehen, wie hier und da noch eine LED den Geist aufgibt. Vielleicht tut sich ja noch was auf dem Markt der mechanischen Tastaturen.